Am 02. Februar 2024 erschien der Looter-Shooter des Entwicklers Rocksteady Studios und Publishers Warner Bros. Games, welches dich als Bösewicht in einer bewegenden Stadt kämpfen und für reichlich Chaos sorgen lässt.
Story und Handlung:
Suicide Squad: Kill the Justice League beginnt mit einem Ausflug ins Arkham Asylum, wo Amanda Waller, die Leiterin von A.R.G.U.S, dir deine Hauptfiguren vorstellt, nämlich Harley Quinn, Deadshot, Captain Boomerang und King Shark. Nach einem sehr stilistischen Intro übernimmst du die Kontrolle über die Helden und wirst in die aktuelle Situation eingeführt. Nachdem du dich für den Kampf ausgerüstet hast, erfährst du, dass Waller dich nach Metropolis geschickt hat und du die erste Gruppe außerhalb der Stadt bist, die es heil in die Metropole geschafft hat. Metropolis wird seit drei Wochen von Brainiac eingenommen, einem mächtigen Außerirdischen, der die Erde in seinen zuvor zerstörten Heimatplaneten Colu verwandeln will. Bald schon stellt sich heraus, dass einige der Helden von Brainiac besessen wurden, insbesondere die Mitglieder der Gerechtigkeitsliga, und nach einer kurzen ersten Begegnung mit der Grünen Laterne hat man endlich volle Handlungsfreiheit. Soweit die Einführung in das Spiel in Kurzform. Ich habe nicht vor, irgendwelche großen Spoiler zu erwähnen, aber ich habe die gesamte Handlung wirklich genossen, besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren und wie sie sich gegenseitig ausspielen, ist einfach der stärkste Punkt.
Jeder Charakter spielt sich anders
Gleich zu Beginn muss man zugeben, dass Metropolis eine der schönsten Städte ist, die es in Spielen gibt. Ich habe nichts anderes von Rocksteady erwartet, vor allem nach dem wunderschön gestalteten Gotham in Arkham Knight. Das Beeindruckendste am gesamten Hintergrund der Stadt ist Brainiacs Schiff, das sich ständig bewegt und aktiv Einheiten in die Stadt schickt. Es macht einen sehr guten Eindruck und sieht dabei auch noch toll aus. Es ist erwähnenswert, dass sich die Stadt im Laufe der Handlung verändert, was für Abwechslung im gesamten Spiel sorgt. Für die Hauptmissionen der Kampagne habe ich etwa 15 Stunden Spielzeit gebraucht, aber natürlich gibt es auch jede Menge Nebeninhalte wie wiederkehrende Riddle-Man-Trophäen und Herausforderungen oder Missionen für die Mitglieder der Task Force X, die die Spielzeit weiter strecken. Das Gameplay in Suicide Squad ist sehr gut, aber leider nicht perfekt, aber Rocksteady hat viele Elemente genau richtig gemacht. Der mit Abstand beste Aspekt des Gameplays ist das Bewegen in der Spielwelt. Es ist sehr befriedigend und variiert je nachdem, welchen Charakter man bewegt. Deadshot benutzt einen Raketenrucksack, Harley benutzt Batmans Enterhaken, King Shark benutzt hohe Sprünge und Boomerang benutzt einen Speedforce-Handschuh, der es ihm erlaubt, bestimmte Orte zu erreichen, an die er seinen Bumerang mit Geschwindigkeit wirft. Jedes Gadget ist anders, wodurch sich jeder Charakter von den anderen abhebt, und dennoch sind sie sehr intuitiv zu benutzen. Zusätzlich kann das Gadget mit einem Doppelsprung, einem Dash in der Luft und einem Wandlauf kombiniert werden, was es ermöglicht, sich sehr geschmeidig und schnell zu bewegen.Solides Kampfsystem, das von Scharmützeln überschattet wird
Das Kampfsystem ist zwar auf einem guten Leistungsniveau, wird aber durch ein eher schlechtes Missionsdesign beeinträchtigt. Suicide Squad: Kill the Justice League ist in erster Linie ein Shooter und der Schwerpunkt liegt auf dem Schießen. Jeder Charakter kann jede beliebige Schusswaffe benutzen, hat aber ein paar ausgewählte Waffen, auf die er sich am meisten spezialisiert hat. Deadshot ist auf Scharfschützengewehre und Sturmgewehre spezialisiert, Harley auf Pistolen und SMGs und so weiter. Wenn du die Arkham-Reihe gespielt hast, dann wirst du wissen, dass Batman Gegenschläge ausführen kann, und hier hat Rocksteady das nicht aufgegeben. Du wirst dich wahrscheinlich fragen, wie man einen Konter mit einer Schusswaffe ausführt, und nun ja, einfach mit einer speziellen Konterkugel. Gegner können mit den bekannten blauen Blitzen aufleuchten, woraufhin man einen Konterschuss auf sie abfeuern kann, um mehr Schaden anzurichten und einen Schild wiederzuerlangen. Obwohl man hauptsächlich schießt, kommen auch Nahkampfangriffe nicht zu kurz. Im Kampf geht es vor allem um bestimmte Aktionen wie das Zerschlagen eines Schildes oder das Aufheben eines Gegners und nicht nur darum, Schaden zu verursachen. Die Kombination all dieser Elemente mit verschiedenen Fähigkeiten und Granaten ergibt ein sehr befriedigendes Kampfsystem, das leider manchmal von schlecht durchdachten Missionen und Scharmützeln überschattet wird. Auf der einen Seite bietet Suicide Squad eine große Vielfalt an Gegnern und jeder Gegnertyp ist anders, aber mein größtes Problem ist, dass man immer nur gegen eine Fraktion kämpft, Brainiacs Armee. Ich vermisse hier etwas Abwechslung in Form von Gangs und anderen Kriminellen, denn einfach nur Aliens zu bekämpfen wird nach einer Weile langweilig. Das Gleiche kann ich über die Missionsstruktur selbst sagen, die ziemlich schematisch und repetitiv ist. Ein großer Teil der Missionen besteht einfach aus Scharmützeln auf der Straße oder auf Dächern oder aus der Eskorte eines Fahrzeugs. Das heißt natürlich nicht, dass alle Missionen so sind, denn es gibt auch einen Teil, der sehr einzigartig ist und lange im Gedächtnis bleibt. Die Bosskämpfe verdienen ein großes Lob, da sie herausfordernd, befriedigend und spektakulär zugleich sein können.